Risiken überlagern die Chancen

Kurzfristig dominieren die Ereignisse in der Ukraine das Tagesgeschehen. Mittelfristig spielen die Geldpolitik, die Inflation und die zukünftige Konjunktur die prägendere Rolle.

Die Invasion Russlands in die Ukraine und die wirtschaftlichen Sanktionen des Westens haben die Finanzmärkte fest im Griff. Von der höheren Risikoaversion profitieren «sichere Häfen» wie der Schweizer Franken und auch Gold. Auf der anderen Seite kamen wiederholt Aktien unter Abgabedruck. In der Vergangenheit hatten geopolitische Risiken oft lediglich einen temporären Einfluss. Das hat nichts mit fehlendem Mitgefühl der Finanzmarktteilnehmer zu tun. Ihnen geht es um die wirtschaftlichen Auswirkungen, die in einer Krise laufend neu eingeschätzt werden und bei jedem Anzeichen von Entspannung auch wieder auf grün schalten. Dieser Mechanismus war ein wichtiger Grund, weshalb wir trotz gestiegener Unsicherheit am Gleichgewicht bei den Aktien festgehalten haben.

Drei ökonomische Gründe für Aktien

Wir erwarten weiterhin eine positive Konjunkturentwicklung. Die vorausschauenden Indikatoren signalisieren diese klar und deutlich. Ebenfalls sind wir für die weitere Entwicklung der Unternehmensergebnisse positiv gestimmt. Bereits haben viele Unternehmen mehrheitlich positive Ergebnisse präsentiert und auch einen optimistischen Ausblick abgegeben. Drittens fehlt es weiterhin an Alternativen. Zwar werden die Zinsen steigen, aber bis Obligationen wieder zu einer ähnlich attraktiven Anlage werden wie Aktien wird es noch dauern und einige Zinsschritte brauchen.
 

Welche Risiken verfolgen wir eng?

Die Situation rund um Russland und die Ukraine verfolgen wir eng. Besondere Beachtung schenken wir der Entwicklung der Gesamtlage, den Auswirkungen der westlichen Sanktionen, dem Wechselkurs des Rubels und der Entwicklung der Energiepreise. Vor allem steigende Energiepreise würden die Inflation zusätzlich anheizen. Dies könnte die Geldpolitik unter Druck setzen. In diesem Zusammenhang ist uns wichtig, dass die Notenbanken ihre Pläne umsetzen können und nicht in eine «Hü-Hott»-Geldpolitik reinschlittern. Dass die Geldpolitik restriktiver wird, ist der aktuellen Lage trotz gestiegener Unsicherheit angepasst. Das wissen die Finanzmarktteilnehmenden, weshalb die Aktienmärkte nach einer Gewöhnungsphase damit auch umgehen können.

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