2021 beginnt vielversprechend

Die Corona-Pandemie wird weiterhin eine zentrale Rolle an den Märkten spielen. Dabei sind die Impfstoffe ein realistisches «Licht am Ende des Tunnels». Sie sind der Schlüssel zurück zu einem Wirtschaftsleben, wie wir es vor Corona kannten.

Mit der Zulassung der Impfstoffe kam Bewegung in die Aktienmärkte. Die «Corona-Verlierer» aus den Sektoren Industrie, zyklischer Konsum oder Energie holten auf. Sie konnten den Einbruch nicht wettmachen, aber ihr Lebenszeichen zeigt, dass es eine Zeit «post Corona» geben wird. Die Impfstoffe sind der Türöffner dazu. Zwar wird es noch einige Monate dauern, bis diese in der breiten Bevölkerung ankommen. Aber die Märkte schauen ja bekanntlich voraus, weshalb sie bereits jetzt den positiven Effekt berücksichtigen. Das war ein Grund für den guten Jahresstart an den Aktienmärkten. Auch politisch ist nach einem aufreibenden Jahresende und -auftakt in den USA mit der Inauguration des neuen Präsidenten Joe Biden Ruhe eingekehrt. Die Aktienmärkte haben weder auf die Abwahl Donald Trumps, noch auf die politischen Auseinandersetzungen in den USA reagiert. Dies ist ein Signal dafür, dass die Aktienmärkte weit weniger politisch sind als angenommen. Im Vordergrund stehen die verbesserte Konjunktur- und Gewinnentwicklung.

Steigende Zinsen und Inflation als Risiken?

Das neue Jahr hat steigende US-Zinsen und eine höhere Inflationserwartungen gebracht. Die steigenden Zinsen haben mit den besseren Konjunkturaussichten zu tun, aber nicht nur. Die neue Regierung unter US-Präsident Joe Biden plant ein Massnahmenpaket über 1‘900 Mrd. US-Dollar, um die sozialen Auswirkungen der Pandemie abzufedern und um die Wirtschaft wieder auf Trab zu bringen. Beides ist nötig und sinnvoll. Darum werden mehr Staatsanleihen emittiert und die steigenden Zinsen könnten ein Zeichen für eine ungenügende Nachfrage sein. Es gibt aber noch einen anderen Faktor. Im Zuge der tieferen Flugtätigkeit sind die Frachtkosten gestiegen und das führt zu höheren Inflationserwartungen. Dies stufen wir durchaus positiv ein. Denn für einen deutlich stärkeren Preisanstieg fehlt in weiten Teilen der Industrieländer angesichts der hohen oder potenziell steigenden Arbeitslosigkeit der Nachfragedruck. Ein Anstieg der Inflation auf rund 2% dürfte auch in den USA in den kommenden Monaten bereits das höchste der Gefühle sein.

Positive Aussichten

Die Pandemie hat wegen der neuen Virusmutationen jüngst wieder Fahrt aufgenommen. Das wird die positiven Aussichten auf die Konjunktur kurzfristig etwas eintrüben, aber nicht zu schwächeren Aktienmärkten führen. Wir halten an unserem Gleichgewicht bei den Aktien fest. Für die Schwellenländer sind wir weiterhin positiv gestimmt, vor allem dank der guten Konjunkturaussichten in vielen Schwellenländern, allen voran in China und Indien, weshalb wir unser bestehendes Übergewicht dort ausbauen. Dieser Aufbau geht zulasten der US-Aktien. Zwar erwarten wir auch hier eine positive Performance, aber die hohen Bewertungen rechtfertigen das Realisieren von Gewinnen.

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